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 Gut zu wissen...

Was das Friseurhandwerk erwartet. Positionen des Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) zur Bundestagswahl 2021.

Gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordern wir eine Politik, die unsere Betriebe, Beschäftigten und Auszubildenden unterstützt. In Ergänzung zu den „Erwartungen des Handwerks zur Bundestagswahl 2021“ formulieren wir für die Situation des Friseurhandwerks sechs Kernpositionen:

 

„Die Krise überstehen.“ Das Friseurhandwerk als Arbeitgeber von mehr als 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Ausbildungsleistung von rund 20.000 Ausbildungsplätzen erwartet von der zukünftigen Bundesregierung kurzfristig positive Signale für eine wirtschaftliche Konsolidierung. Dabei muss der Schwerpunkt auf einer „verzahnten“ Steuer- und Abgabenpolitik liegen. Die Betriebe müssen effektiv entlastet werden. Die steuerliche Belastung der Betriebe muss unter Berücksichtigung der enormen Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Integrationsleistung des Friseurhandwerks reduziert werden. Vor allem mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz kann die Mehr- und Überbelastung des Faktors Arbeit im Dienstleistungshandwerk Friseur sehr direkt und effizient korrigiert werden. Um die Existenz vieler Salons zu sichern, muss im Friseurhandwerk der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gelten. Eine Erhöhung der Einkommensfreigrenze für die von der Covid-19 Pandemie betroffenen selbständigen Betriebsinhaberinnen und -inhaber stellt einen gangbaren Weg dar, um das Eigenkapital der Friseurbetriebe in Deutschland zu erhöhen. Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und der Abbau der Bürokratie müssen in Deutschland endlich umgesetzt werden, um gerade kleinere Betriebe zu entlasten.

 

„Marktstrukturen sichern.“ Die Absenkung der Steuern und Abgaben macht Schwarzarbeit weniger attraktiv. Aber es bedarf noch weitergehende Maßnahmen der Politik und Verwaltung, um die ausufernde Schwarzarbeit im Friseurhandwerk stärker zu bekämpfen. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt, sondern bereitet vielen Betrieben im Friseurhandwerk ein ruinöses Umfeld.

 

„Gerechtigkeit schaffen.“ Gerechter Lohn für gute Arbeit. Der effektivste und beste Weg dorthin: Die Stärkung der Tariffähigkeit. Die Sozialpartner können es besser, als die Politik. Deshalb: Die Bedingungen für allgemeinverbindliche Tarifverträge müssen verbessert und vereinfacht werden. Senkung der Hürden für die Allgemeinverbindlichkeit und mehr Praxisorientierung. Minijobs müssen neu geregelt werden: Die Grenze für 450 Euro Jobs muss auf 600 Euro angehoben werden.

 

„Professionalität stärken.“ Der eigene Friseursalon. Das ist maximale Verantwortung. Für sich und andere. Die Meisterprüfung hat sich dabei als Qualitätsmerkmal bewährt. Doch es gibt mittlerweile zu viele Ausnahmen von diesem Standard und den damit verbundenen Erfolgsgaranten. Ohne betriebswirtschaftliches Konzept, ohne unternehmerische Professionalität droht das Abgleiten in die Schwarzarbeit. Deshalb: Ausnahmeregelungen müssen Ausnahmen bleiben. Die Meisterprüfung muss Voraussetzung für die Eröffnung eines Salons bleiben.

 

„Qualität sichern.“ Lernen unter realen Bedingungen. Mit realen Kunden. Im realen Friseurbetrieb. Ergänzt durch die theoretische Ausbildung in der Berufsschule. Das ist das Erfolgsrezept der dualen Ausbildung. Doch im Friseurhandwerk kommt dieses Qualitätskonzept vor allem durch die Covid-19 Pandemie unter Druck. Deshalb muss hier entschieden gegengesteuert werden: Das Friseurhandwerk mit seiner hohen Ausbildungs- und Integrationsleistung bedarf einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung bei dieser Aufgabe. Das Bundesprogramm „Ausbildung sichern“ muss um eine dauerhafte, praxisnahe Unterstützung der Ausbildungsbetriebe erweitert werden.

 

„Nachhaltigkeit ermöglichen.“ Bei den Themen Klima- und Umweltschutz wollen Friseurinnen und Friseure Ernst machen. Aber: Friseurgeräte, Beleuchtung, Heizung, Warmwasser und Wäschepflege sind energie- und kostenintensiv. Die Belastungen der Klimawende müssen fair verteilt und z.B. Energiekosten begrenzt werden. Nur wenn die Leistungsfähigkeit der vielen Friseurunternehmerinnen und -unternehmer nicht überfordert wird, entstehen Akzeptanz und Vertrauen. Dann kann Ökologie überall „salonfähig“ werden.


Die nächste Ausgabe newClips 02 erscheint am 27.05.21.

Die APP-Ausgabe erscheint bereits 1 Tag früher am 25.05. Wer sich die kostenlose APP jetzt schon lädt, erhält die neue Ausgabe dann automatisch eingespielt. Mehr... 

Save the Date: StyleCom 2021 am 16. und 17. Oktober in Erfurt.

Ein Mix aus Glamour, Kreativität, Handwerk und Inspiration rund um das Thema Beauty und Haare erwartet die Besucher in der zweiten Auflage der StyleCom. Nach dem die StyleCom im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, soll nun vom 16. bis 17. Oktober 2021 die Messe Erfurt wieder glitzern, funkeln und in pink-schwarzem Glanz erstrahlen. Stars und Sternchen der Szene sowie renommierte Aussteller können auf Augenhöhe mit Fachbesuchern und Endverbrauchern kommunizieren. 

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) und die Messe Erfurt GmbH haben sich zusammen mit dem Landesinnungsverband der Friseure und Kosmetiker Thüringen/Sachsen-Anhalt trotz Absagen der TopHair und Beauty in Düsseldorf für eine Durchführung der StyleCom 2021 entschieden. „Die Branche brennt darauf, sich wieder zu treffen, zu netzwerken und sich zu präsentieren.“, so ZV Präsident Harald Esser.

Zur StyleCom 2021 dürfen natürlich die deutschen Meisterschaften der Friseure - die hairGAMES nicht fehlen. Sie sollen in diesem Jahr erstmals via Livestream in die ganze Welt übertragen werden. Der ZV und der LIV Thüringen/Sachsen-Anhalt werden auch in diesem Jahr auf der StyleCom bei den hairGAMES | Deutschen und Mitteldeutschen Meisterschaften 2021 die besten Friseure Deutschlands suchen.

Mehr Informationen jetzt auf www.style-com.de/


Zentralverband und newClips starten Kooperation Neues Fachmagazin newClips ist Medienpartner des Friseurhandwerks

Nach dem überraschenden Ende der Fachzeitschriften FRISEURWELT und CLIPS im Frühjahr 2020 werden nun mit der Medienpartnerschaft zwischen dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) und dem Fachmagazin newClips neue Weichen für eine aufmerksamkeitsstarke Kommunikation im Friseurhandwerk gestellt.

 

Das Medienprojekt newClips wurde von den Machern der FRISEURWELT und CLIPS ins Leben gerufen. Langjährige Erfahrungen und Ressourcen wurden gebündelt, um ein passgenaues und modernes Magazin für die Friseurbranche zu entwickeln. Im Mittelpunkt werden die Menschen, die diese kreative, bunte und so vielseitige Branche ausmachen stehen. newClips ist ein 2-monatliches Magazin und wird als Print-Ausgabe und E-Paper erscheinen.

 

Gemeinsam wollen newClips und ZV ein Sprachrohr für die Interessen der Friseurbranche schaffen und neue Impulse für einen modernen Berufsstand setzen. Die Kooperation ermöglicht es dem ZV seine Kommunikationsleistung auszubauen und stärker im medialen Dialog in Erscheinung zu treten. Die Partner wollen sich gemeinschaftlich den Herausforderungen des Friseurhandwerks stellen und das Image der Branche positiv mitgestalten.